Monthly Archive for August, 2005

(Ba) SIN CITY

Das Sommerloch scheint überwunden zu sein. Nachdem der letzte von mir gesehene Film Mr. & Mrs. Smith vor zwei Wochen bereits für gute Stimmung gesorgt hat, gab’s am vergangenen Samstag die Comic-Verfilmung “Sin City” im Kino. Regisseur Robert Rodriguez inszeniert Frank Millers seit 1991 erscheinende finstere Comic-Reihe um bewaffnete Huren, korrupte Polizisten und andere verlorene Seelen einfach kongenial. Ich kenne die Comics nicht, aber was da auf der Leinwand abgefahren wird ist echt ‘abgefahren’. Sensationell und bis jetzt einzigartiger Comic-Look, genial verschachtelte Story und Dialoge vom feinsten.

Insgesamt drei mehr oder weniger lange, völlig unabhängige Handlungsstränge passieren zeitlich geschickt verschachtelt in ein und derselben Stadt. Basin City, eine fiktive Metropole, die mit ihrer Unübersichtlichkeit, ihren Wolkenkratzern, und ihrer sumpfigen Umgebung irgendwie wie eine idealtypische US-Großstadt aussieht. In mitten dieser besagten Stadt tut sich ein Abgrund aus Verbrechen, Korruption, Raubtierkapitalismus und allgemeiner Amoral auf.
Einige Szenen sind wirklich derb und gewalttätig, was durch den Schwarzweiß Filter nur geringfügig abgeschwächt wirkt. Sin City ist definitiv nichts für Zartbesaitete, denn hier wird geprügelt, gehackt, vergewaltigt, kastriert und vor allem eins: gestorben.

Man erlebt Vergewaltigung, Kastration, Kannibalismus, Enthauptung, Tod durch elektrischen Stuhl, durch Hängen, abgehackte Glieder, Pädophilie, Folter in allen möglichen Formen einerseits, aber auch reine Liebe, Glück, Treue, Freundschaft, Zärtlichkeit, Mitleid und Aufopferung für andere, andererseits.

Der Film entstand größtenteils im Computer. Alle Szenen wurden Bild für Bild in der Blue-Box nachgestellt, der Computer rechnete im Anschluss den atemberaubend gut wirkenden monochromen Comic-Hintergrund hinein. Rasant geschnittene, extremst stilisiert und abstrakte Bilder fesseln einen in den Kinosessel. Unbedingt anschauen.

Website zum Film

‘Discovery is home’

Aufgrund des schlechten Wetters landete die Discovery heute einen Tag später als geplant um 14.11 Uhr und 22 Sekunden deutscher Zeit (5.11 Uhr Ortszeit) auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien – 38 Sekunden schneller als von der NASA geplant. Wow, da scheint wirklich alles “durchgetimed” zu sein.

Nach einer “riesen” Reparatur am Hitzeschild des Shuttles im All, es wurde ein wie ein Bierdeckel aussehendes Teil zwischen zwei Hitzekacheln des Shuttle-Rumpfes entfernt, verlief der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre reibungslos.

Alle 7 Astronauten stiegen wohlbehalten zwei Stunden nach der Landung aus dem Shuttle aus.

Das Shuttle wird nun Huckepack auf einer Boeing 747 nach Florida zum Weltraumbahnhof in Cape Canaveral zurückgebracht, wo weitere Inspektionen durchgeführt werden. Von diesen hängt es ab, ob die Weltraumflüge der NASA mit den Shuttles noch Zukunft haben; Denn nach der Vielzahl der Pannen in den vergangenen Jahren steht das US-Weltraum-Programm hart in der Kritik.

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